Internationale Windenergieforscher treffen sich in Oldenburg

Internationale Windenergie-Experten sind derzeit im neuen Forschungslabor für Turbulenz und Windenergiesysteme (WindLab) der Universität zu Gast. Auf der heute und morgen stattfindenden Tagung treffen sich Teilnehmer aus Kanada, den USA und zahlreichen europäischen Staaten, um gemeinsame Standards für die Erforschung von Windenergieanlagen in Windkanälen zu erarbeiten. Bereits in der vergangenen Woche hat das Zentrum für Windenergieforschung ForWind im WindLab das Jahrestreffen des Projekts New European Wind Atlas (NEWA) organisiert.

Experimente in Windkanälen sind wichtig, um beispielsweise die Form von Rotorblättern zu optimieren oder Modelle von Windparks zu untersuchen. Allerdings sind die Ergebnisse verschiedener Forschungseinrichtungen häufig nicht vergleichbar. Denn jeder Windkanal weist besondere Eigenarten auf – ein Problem, das die Windenergieforscher in dem Workshop angehen wollen. „Ich freue mich, dass die internationale Resonanz auf unsere Initiative so positiv ist“, sagt Prof. Dr. Joachim Peinke, Turbulenzexperte und Vorstandsmitglied von ForWind. „Wir schaffen damit eine wichtige Voraussetzung, um die technologische Entwicklung zu beschleunigen.“ Das Programm Erasmus+ der Europäischen Union und die Sektion Windenergiesysteme der Internationalen Energieagentur (IEA) unterstützen den Workshop.

Beim Jahrestreffen des Projektes NEWA in der vergangenen Woche diskutierten Windenergieexperten über einen neuen Windatlas für Europa. Die 30 Projektpartner arbeiten an genaueren Winddaten, damit der Ausbau der Windenergie in Europa besser geplant werden kann. NEWA wird von der Europäischen Union und neun Ländern mit insgesamt 13,1 Millionen Euro gefördert.

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